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Keramikinlays

Vielleicht kommt Ihnen diese Situation vertraut vor: Mit den Jahren war es nötig, wie übrigens bei der großen Mehrheit der Bundesbürger, dass einige Zähne mit Füllungen versorgt werden mussten, um eine entstandene Karies zu entfernen und die Zähne dann wieder zu restaurieren.
In der Regel wurden hierfür nach dem Stand der Technik die jeweils aktuellen Materialien verwendet. Mit der Zeit haben sich so unter Umständen eine ganze Reihe von Materialien in einem Mund versammelt: verschiedene Amalgame, Kunststoffe, Zemente, Gold oder andere Legierungen. Spätestens wenn dann einige dieser Füllungen aus Altersgründen ausgetauscht werden müssen, stellt sich die Frage nach einem einheitlichen Material, dass dauerhaft stabil und ästhetisch ansprechend ist. Wir möchten Ihnen deshalb eine Möglichkeit vorstellen, die sehr beständig und darüber hinaus von naturgesunden Zähnen fast nicht mehr zu unterscheiden ist. Es handelt sich um Keramikinlays. Für dieses Verfahren wird die Farbe Ihrer natürlichen Zähne präzise auf die keramischen Massen übertragen, aus denen die Inlays hergestellt werden. Durch das anschließende Brennen der Keramik bei über 1000° sind die Inlays dann absolut farbstabil. Auch bezüglich ihrer Härte und Kantenfestigkeit übertreffen sie die herkömmlichen Füllungsmaterialien bei weitem.

Ein ästhetisches Problem, von dem viele Menschen mit Füllungen betroffen sind, zeigt sich in den Zahnzwischenräumen, die häufig unnatürlich dunkel bis schwarz erscheinen. Die betroffenen Zähne sind in der Regel nicht krank, sondern es handelt sich lediglich um das Durchschimmern eines dunklen Füllungsmaterials durch den glasähnlichen dünnen Zahnschmelz. Im Unterschied dazu besitzen Keramikinlays die gleiche Farbe wie die natürlichen Zähne, weshalb hier auch nichts dunkel schimmern kann. Selbst bei genauem Hinsehen, hat man den Eindruck eines naturgesunden Zahnes.

Das Backenzähne nicht von Natur aus eine glatte Kaufläche haben, hat durchaus einen Sinn: Auf diese Weise passen die Zähne des Ober- und Unterkiefers wie Schlüssel und Schloss ineinander. Bei schlechten Füllungen findet man leider all zu oft völlig plane Kauflächen vor. Sind viele Zähne davon betroffen, kommt es zu einer Bissverschiebung, die häufig zu Beschwerden im Kiefergelenk führt. Eine anatomische Kauflächengestaltung mit Höckern und Fissuren, wie sie der Zahntechniker bei der Herstellung von Keramikinlays modelliert, ist deshalb ein unbedingtes Muss.

Auch wenn die Amalgamkauflächen vieler Patienten durchaus ein annäherndes anatomisches Relief aufweisen, so lassen sich doch immer mehr Patienten diese Füllungen entfernen. Ursache für diese Entscheidung ist in der Regel die oft diskutierte Quecksilberproblematik: Das unedle Amalgam korrodiert (rostet) in der feuchten Mundhöhle und es kommt zu einer erhöhten Quecksilberbelastung, die in den Körpergeweben nachweisbar ist. Ob dies jedoch die Ursache der von vielen Patienten beschriebenen Beschwerden ist, darüber streiten die Wissenschaftler noch. Hier müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie trotzdem beim Amalgam bleiben wollen solange Sie keine Beschwerden feststellen können oder lieber auf ein elektrisch neutrales Material wie Keramik ausweichen.

Ich hoffe Sie konnten diesem Informationsblatt einige nützliche Hinweise entnehmen. Wenn trotzdem noch Fragen unbeantwortet blieben oder gerade durch das Lesen dieser Kurzbroschüre aufgeworfen wurden, dann melden Sie sich doch bei uns. Rufen Sie uns an oder kommen Sie vorbei. Es ist uns ein großes Anliegen, dass Sie rund um gut informiert sind.